Airbus A380 von Global Airlines: Droht jetzt das Ende?

Zeit bis 7. OktoberDie Luft für Superjumbo-Airline Global Airlines wird dünner

Beim High Court in London ist ein Insolvenzantrag für Global Airlines eingegangen. Die Anhörung fand im Eiltempo statt. Für die Airbus-A380-Airline von James Asquith könnte es eng werden.

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Global Airlines war schon immer ein Phänomen, bei dem unklar war, wie es wirtschaftlich funktioniert. Gegründet wurde Global Airlines als virtuelle Airline ohne eigenes Luftverkehrsbetreiberzeugnis im Juli 2019. Vier Jahre später kündigte Airline-Chef James Asquith an, mit vier Airbus A380 eine Premium-Airline auf der Langstrecke aufzubauen. Im Mai 2023 kaufte das Start-up den ersten Superjumbo. Mehr wurden es aber nicht.

Die ersten und bisher einzigen Flüge haben im Mai 2025 stattgefunden. Vier Flüge führte Global Airlines von Glasgow und Manchester nach New York und wieder zurück, durchgeführt von Hi Fly Malta. Der Airbus A380 mit dem Kennzeichen 9H-GLOBL steht seit dem 16. Juli 2025 in Tarbes in Südfrankreich. Offiziell wartet er dort auf einen D-Check. Warum dieser nach über einem Jahr noch immer nicht begonnen hat, erklärte Asquith mit fehlenden Werftkapazitäten für den Flugzeugtyp.

Administration-Verfahren für Global Airlines

Statt mit neuen Flügen machte Global Airlines mit juristischem Ärger auf sich aufmerksam. Schon 2025 beantragten Gläubiger mehrfach die Liquidation der Firma. Einige Anträge wurden aber wieder zurückgezogen. Der jüngste Antrag ging im Mai 2026 beim High Court in London ein. Das Gericht setzte daraufhin Anhörungen für den 15. Juli und den 2. September an. Wie sie ausgegangen sind, ist ebenso unklar wie die Höhe der Forderung.

Nun scheint bei Global Airlines die Reißleine gezogen zu werden. Am 22. September ging beim High Court in London ein Antrag auf ein sogenanntes Administration-Verfahren für Global Airlines Ltd ein unter dem Aktenzeichen CR-2026-007326 ein. Das zeigen Einträge auf der Plattform Caseboard. Es ist ein neues Verfahren, getrennt von der laufenden Liquidationsklage. Bereits am 23. September fand eine Anhörung vor einer Insolvenzrichterin statt, was auf ein Eilverfahren hindeutet.

Administration-Verfahren ist ein Insolvenzverfahren

Das Administration-Verfahren ist das britische Gegenstück zu einem Insolvenzverfahren. Mit der Vertagung auf den 7. Oktober hat sich Global Airlines vorerst Luft verschafft. Solange über den Antrag auf ein Administration-Verfahren nicht entschieden ist, gilt nach britischem Recht ein vorläufiges Moratorium. Das Gericht darf in dieser Zeit keine Liquidation anordnen, Gläubiger können ihre Forderungen nicht durchsetzen.

Die Liquidationsklage aus dem Mai ist damit vorerst blockiert. Entschieden ist aber noch nichts. Einiges spricht dafür, dass Global Airlines den Antrag selbst gestellt hat. Bestätigt ist das bislang nicht. Im britischen Handelsregister wird die Firma weiterhin als aktiv geführt.

Global Airlines gibt sich positiv

Global Airlines selbst gibt sich zuversichtlich. Die Anhörung sei auf den 7. Oktober vertagt worden, teilte das Unternehmen mit. So könne man sich auf die Sicherung der Zukunft konzentrieren statt auf den Gerichtssaal. Es gebe mehr als einen möglichen Weg, die Gespräche mit Gläubigern, Investoren und Partnern liefen konstruktiv. Direktor Dylan Salamon sprach von einem positiven Tag für die Airline, schreibt Simpleflying.

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